
Zufällig schnappte einer von uns ein paar Stücke von einem Bericht über Parkour, aus
der Polylux Sendung vom 20.10.2004, auf und war sofort fasziniert von der Kunst der Fortbewegung.
Wenige Tage später begannen die ersten zögerlichen Trainings-"Versuche" bei denen die
Bewegungsmöglichkeiten des eigenen Körpers entdeckt und deren (zu dieser Zeit bestehenden) Grenzen getestet wurden.
Rasch fanden sich auch viele andere Menschen die sich von der Begeisterung für Parkour anstecken
lieszen und es muszten regelmäszige Trainingszeiten her, um den übermächtig aufkeimenden
Bewegungsdrang auszuleben. Aus den vielen "Mit-" Läufern (geschätzte 50-60 Menschen), die aus
verschiedensten Gründen nicht mehr am Training teilnehmen konnten(oder auch wollten?),
kristallisierte sich dann im Winter 2006/2007 eine feste Struktur von 5 Traceuren heraus,
die weiterhin miteinander Parkour trainieren und leben wollen.
Parkour Senshi Magdeburg bemüht sich Vernetzung zwischen Traceuren/Gruppen aus Magdeburg und
Umgebung herzustellen, Öffentlichkeitsarbeit zu machen und so Parkour und seine Philosophie
auch dem Groszteil der Bevölkerung bekannt zu machen, um Akzeptanz und Toleranz für die Bewegung
der Bewegung zu schaffen.
Aktuelle Projekte: Konzepte schreiben und Internetseite überarbeiten
Was ist Parkour ?
Parkour ist die Kunst der effizienten Fortbewegung. Hindernisse werden dabei möglichst
schnell und ohne Verwendung von Hilfsmitteln überwunden. Dabei geht es
aber nicht nur darum es "irgendwie" über das jeweilige Hindernis zu schaffen,
wichtig ist, dass die Bewegungen kontrolliert(und damit auch sicher) ausgeführt
werden. Durch stetiges Training wird versucht eine Perfektion in den
Bewegungsabläufen zu erreichen. Entsprechend ausgeführte Bewegungen erscheinen
für den Betrachter mühelos und elegant. Ein weiterer Aspekt ist der "Fluss der Bewegung",
die flüssige Verknüpfung mehrer aufeinanderfolgender Bewegungen. Schwierige Hindernisse,
Sprünge oder hohe Höhen erfordern zum Teil ein jahrelanges, intensives Training,
in dem sich schrittweise an das Ziel herangetastet wird. Ein Traceur(Läufer) macht keine
schwierigeren Sprünge/Hindernisse, bevor nicht die Techniken "sicher"
sind (z.B. das Abrollen) und/oder die nötige Kraft dafür
vorhanden ist (es gibt eine Empfehlung: im ersten Jahr Training sollten keine
Sprünge von über schulterhöhe gemacht werden, da sich der Körper erst auf die Belastung
einstellen muss und gleichzeitig ein entsprechendes Training(Kraft/Technik)
passieren muss um die auftretenden Kräfte kompensieren zu können).
Es geht beim Parkour um Effizienz, (geistige und körperliche)
Kontrolle und vor allem auch um Sicherheit
Parkour ist kein 'Freerunning', kein 'Freestyle', keine 'Streetstunts' und kein 'Urban Tricking'.
Wir respektieren jede Form der urbanen Akrobatik.
Teilweise werden sie auch (neben Parkour) von uns praktiziert.
Wir legen aber sehr viel Wert auf die korrekte Verwendung der Begrifflichkeiten, um die weitere Verbreitung
eines falschen Bildes von Parkour und auch den anderen Künsten entgegenzuwirken.
Ursprünge und Entstehung
David Belle lernte als Kind von seinem Vater, einem ehemaligen Vietnamsoldaten,
in den Wäldern Nordfrankreichs die Méthode Naturelle (begründet durch George Hébert)
eine Form des körperlichen und geistigen Trainings im Einklang mit Natur und Umwelt,
wobei auch Fortbewegungsformen gelehrt werden (Heben, Werfen von Objekten,
Selbstverteidigung, Schwimmen, Aufbau von Kraft(vor allem Schnellkraft) und Resistenz
waren u.a. auch Teile des umfassenden Trainings). Die "méthode naturelle" wurde
zum grossen Teil in der freien Natur praktiziert. Ende der 80er Jahre übertrug David
spielerisch diese Methode auf die urbane Landschaft des Pariser Vorortes Lisses,
aus Beton und Stahl. Aus den spielerischen Verfolgungsjagden der Kinder über Treppen,
Tischtennisplatten, Papierkörbe und kleine Bäche entwickelten die Freunde als
Jugendliche, durch Einbeziehung immer schwieriger Hindernisse wie Mauern, Zäune,
Baugerüste und später Gebäudefassaden und Hochhäuser,
"le parkour"-die Kunst der Fortbewegung.