Diverses
Parkour-Sportler aus Sachsen-Anhalt treffen
sich in Magdeburg
Die Kunst
der Bewegung
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Die Kunst der Bewegung
©ddp |
(PR-inside.com 07.05.2007 12:01:28) - Für
Michael Schütze und seine Sportfreunde ist der Weg das
Ziel. Egal ob Treppen, Parkbänke, Mauern,
Papierkörbe oder Geländer, für die Jugendlichen ist
alles interessant, worauf man klettern oder von dem
man springen kann. Sie gehören zur Gruppe «Senshi
Parkour Magdeburg». Parkour ist eine Sportart, die
in Frankreich ihren Ursprung hat.
Magdeburg
(ddp-lsa). Für Michael Schütze und seine Sportfreunde
ist der Weg das Ziel. Egal ob Treppen, Parkbänke,
Mauern, Papierkörbe oder Geländer, für die Jugendlichen
ist alles interessant, worauf man klettern oder von dem
man springen kann. Sie gehören zur Gruppe «Senshi
Parkour Magdeburg». Parkour ist eine
Sportart, die in
Frankreich ihren Ursprung hat. Ziel ist es dabei,
möglichst effizient und ohne Hilfsmittel öffentliche
Hindernisse zu überwinden. Wann ihn das Parkour-Fieber
erfasste, weiß Schütze noch ganz genau. «Vor drei Jahren
sah ich im Fernsehen einen Beitrag über Parkour. Am
nächsten Tag begannen meine ersten Versuche», erinnert
sich der 24-Jährige. Seine Begeisterung steckte an und
schon bald trafen sich Parkour-Fans zum regelmäßigen
Training. In den vergangenen drei Jahren hielten von
etwa 50 Interessierten nur wenige dem Sport die Treue,
denn Parkour ist anstrengend und das Beherrschen einiger
Sprünge dauert oft Jahre. Heute gehören zu «Senshi
Parkour Magdeburg» fünf aktive Traceure, wie die
Sportler genannt werden. Auch im Umland der
Landeshauptstadt gibt es mehrere Kleingruppen, die
Parkour-Techniken trainieren. Bei Parkour geht es in
erster Linie um Effizienz, körperliche sowie geistige
Kontrolle und Sicherheit. «Auch wenn einige Aktionen
halsbrecherisch aussehen, ein guter Traceur geht kein
unkontrolliertes Risiko ein. Die korrekte Sprungtechnik
steht immer im Vordergrund. Gefährliche Showeffekte sind
unserem Sport nicht dienlich», erklärt Schütze. Bei
Parkour gibt es auch keine Wettkämpfe nach dem Motto
höher, schneller, weiter. Es ist eine sehr individuelle
Sportart, die sich stark an den jeweiligen körperlichen
Voraussetzungen der Läufer ausrichtet. Um in Übung zu
bleiben, trainieren die Jugendlichen dreimal pro Woche.
«Bei Parkour ist es wichtig, mentale Blockaden abzubauen
und Respekt vor dem Hindernis zu entwickeln. Dafür sind
häufige Wiederholungen unerlässlich», erläutert der
Student. Nur unter solchen Voraussetzungen sind Treppen-
oder Mauersprünge aus großer Höhe möglich. Die
Reaktionen auf die noch junge Sportart sind durchaus
unterschiedlich. «Es gibt Leute die uns den Vogel
zeigen, wenn wir herumspringen. Andere fragen ganz
neugierig, was wir da machen», so Schütze. Oberstes
Gebot bei den Aktionen ist es, nichts zu beschädigen
oder zu zerstören. «Wir betonen immer wieder, dass
Parkour nichts Illegales ist. Das ist wichtig, um
Akzeptanz für diesen Sport zu bekommen.» Trainiert wird
nur im öffentlichen Raum. Die Magdeburger üben meistens
in den großzügigen Anlagen rund um das Kloster Unser
Lieben Frauen, wo sich zahlreiche Treppen, Geländer und
Mauern finden. Privateigentum ist für die Jugendlichen
tabu. Um die Traceure und Parkour-Gruppen in
Sachsen-Anhalt zu vernetzen und neue Interessenten zu
gewinnen, veranstaltet «Senshi Parkour Magdeburg» am 12.
und 13. Mai ein großes Parkour-Treffen. An diesen beiden
Tagen können sich jeweils ab 14.00 Uhr vor dem Kloster
Unser Lieben Frauen erfahrene Läufer austauschen und
Interessierte zuschauen oder erste Übungen absolvieren.
Interessenten sollten rutschfeste Sportschuhe und
Trainingsbekleidung mitbringen. «Für Parkour gibt es
kein Mindestalter, grundsätzlich ist bei uns jeder
willkommen, der Spaß an Bewegungsabläufen hat», sagt
Michael Schütze. (ddp)
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